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Statuten
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Statuten des Vereins
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§ 1: Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

Der Verein führt den Namen ”Zentrum Quintessenz - Netzwerk für Pioniere“.

1) Er hat seinen Sitz in 9112 Pustritz 77 und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich.

2) Die Errichtung von  Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.


§ 2: Zweck

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Erschaffung eines Netzwerks für Pioniere (Menschen, Organisationen, Unternehmen etc., die Pionierarbeit leisten - d.h. die gesellschaftliche Weiterentwicklungen erforschen, initiieren und leben), um diese zu unterstützen und in fördernder Weise miteinander in Verbindung zu bringen. Dadurch werden sie in der Gesellschaft sichtbarer. Ressourcen werden geteilt, bereits Entwickeltes wird weiter gegeben, sozialer Zusammenhalt gefördert und der ökologische Fußabdruck verbessert.

§ 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

1)    Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

2)  Als ideelle Mittel dienen:

a)    Vorträge, Filmabende
b)    Workshops, Schulungen, Veranstaltungen, Webinare
c)    Newsletter, Medienarbeit
d)    Nutzung der Örtlichkeit und des Equipments des Hauses von Pustritz 77
e)    Nutzung des Ressourcenpools der Mitglieder
f)    Gebündelte Marketingaktionen durchführen

3) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

a)    Mitgliedsbeiträge
b)    Erlöse aus der Organisation von Veranstaltungen
c)    Erlöse aus Veranstaltungen
d)    Spenden
e)    Sponsoring und Förderungen
f)    Crowdfunding
g)    Arbeitsleistung und Sachmittel
h)    Vermächtnisse

§ 4: Arten der Mitgliedschaft

1)    Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

2)    Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich aktiv an der Vereinsarbeit beteiligen.
Sie setzen sich zusammen aus Pionieren und aktiv an der Vereinsarbeit beteiligten Menschen, welche für die Pioniere Unterstützung anbieten.

3)    Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Angebote des Vereins nutzen und einen Mitgliedsbeitrag leisten.

4)    Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.


§ 5: Erwerb der Mitgliedschaft

1)    Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften werden, die etwas dem Vereinszweck Entsprechendes anbieten oder/und nutzen möchten.

2)    Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme eines Mitglieds kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden. Um die Qualität der Vernetzung (Vereinszweck) zu gewährleisten, erfolgt zur Aufnahme als ordentliches Mitglied ein persönliches, dokumentiertes Gespräch mit dafür ausgebildeten Personen aus dem Vorstand, zu Beginn mit Petra Kaltner.

3)    Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.


§ 6: Beendigung der Mitgliedschaft

1)    Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.

2)    Der Austritt kann jederzeit erfolgen. Bereits geleistete Mitgliedsbeiträge des laufenden Kalenderjahres werden nicht rückerstattet.

3)    Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieses trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist länger als sechs Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hiervon unberührt.

4)    Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.

5)    Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen werden.


§ 7: Rechte und Pflichten der Mitglieder

1)    Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Entscheidungsberechtigt sind in der Generalversammlung die ordentlichen Mitglieder und die Ehrenmitglieder. Entscheidungen werden wie unter der Präambel der Generalversammlung beschrieben mittels Systemisch Konsensieren getroffen. Die außerordentlichen Mitglieder können ihr Mitspracherecht im Sinne von kooperativer Entscheidungsvorbereitung (KEV) einbringen.

2)    Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.

3)    Mindestens ein Zehntel der Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Generalversammlung verlangen.

4)    Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Vorstand den betreffenden Mitgliedern eine solche Information auch sonst binnen vier Wochen zu geben.

5)    Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüfer einzubinden.

6)    Die Mitglieder sind dazu eingeladen, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.


§ 8: Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 bis 13), die Rechnungsprüfer (§ 14) und das Schiedsgericht (§ 15).


§ 9: Generalversammlung


Präambel zur Generalversammlung

1.    Wir streben eine aktive Teilnahme der Mitglieder am Verein an, die weit über das Übliche hinaus geht. Zu diesem Zweck sollten alle Mitglieder die Möglichkeit haben, ihre Wünsche, Ideen und Kreativität in das Vereinsleben einzubringen. Daher kann die Agenda der Generalversammlung von den Mitgliedern aktiv mitgestaltet werden. Dazu ist ein Monat vor dem Termin eine Online-Konsensierung darüber ins Leben zu rufen, die dazu dient, Vorschläge für Agenda-Punkte einzubringen und diese zu priorisieren.
2.    In der Generalversammlung werden zuerst die gesetzlich vorgeschriebenen Agenda-Punkte behandelt. Im Weiteren werden die Vorschläge gemäß der Reihenfolge abgearbeitet, die in der unter Punkt eins genannten Online-Konsensierung festgelegt wurde.
3.    Entscheidungen in der Generalversammlung erfolgen durch Schnellkonsensieren. Es besteht jedoch jederzeit die Möglichkeit auf Antrag eines einzelnen Mitglieds, zu einer anderen Entscheidungsform über zu wechseln. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt durch Schnellkonsensieren.
4.    Falls nicht sämtliche Agenda-Punkte im vorgesehenen Zeitrahmen abgearbeitet werden können, beschließen die auf der Generalversammlung anwesenden Mitglieder durch Schnellkonsensieren, in welcher Form die noch offenen Punkte zu behandeln sind.
5.    Statutenänderungen oder die Auflösung des Vereins bedürfen einer Teilnahme von zumindest zwei Drittel der ordentlichen Vereinsmitglieder.

1)    Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich statt.

2)    Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

a.    Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,
b.    schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,
c.    Verlangen der Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),
d.    Beschluss der/eines Rechnungsprüfer/s (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 11 Abs. 2 dritter Satz dieser Statuten),
e.    Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators (§ 11 Abs. 2 letzter Satz dieser Statuten)

binnen vier Wochen statt.

3)    Zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekanntgegebene E-Mail-Adresse) oder schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der außerordentlichen Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand (Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c), durch die/einen Rechnungsprüfer (Abs. 2 lit. d) oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator (Abs. 2 lit. e).

4)    Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

5)    Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

6)    Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.

7)    Beschlüsse und Wahlen werden in der Generalversammlung wie unter der Präambel beschrieben getroffen.

8)    Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der/die Obmann/Obfrau, in dessen/deren Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Wenn auch diese/r verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.


§ 10: Aufgaben der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

a)    Beschlussfassung über den Voranschlag;
b)    Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;
c)    Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;
d)    Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;
e)    Entlastung des Vorstands;
f)    Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder;
g)    Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
h)    Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;
i)    Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.


§ 11: Vorstand

1)    Der Vorstand besteht aus wenigstens zwei und höchstens sechs Mitgliedern, wobei die Funktionen des/r Obmann/Obfrau und Stellvertreter/in, Schriftführer/in und Stellvertreter/in sowie Kassier/in und Stellvertreter/in auf den jeweiligen Personenkreis aufgeteilt werden.

2)    Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.

3)    Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt drei Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.

4)    Der Vorstand wird vom Obmann/von der Obfrau, bei Verhinderung von seinem/seiner/ihrem/ihrer Stellvertreter/in, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese/r auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

5)    Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist. Abwesende Vorstandsmitglieder können ihr Stimmrecht übertragen.

Präambel zu Entscheidungen im Vorstand:
Wir gehen davon aus, dass jeder formale Entscheid in einem offenen Gestaltungs- und Einwandsraum getroffen wird;
das bedeutet, dass jedes Vorstandsmitglied jederzeit berechtigt ist,
o    Vorschläge zur Gestaltung des Entscheidungsverfahrens zu machen
o    gegen jeden getroffenen Entscheid einen Einwand zu erheben
wobei über diese Vorschläge bzw. Einwände mit dem im jeweiligen Moment gültigen Entscheidungsverfahren entschieden wird.

Wir geben daher keine fixen Entscheidungsverfahren vor, sondern den Rahmen, der gewährleisten soll, dass verantwortungsbewusste Entscheidungsträger in jeder Situation ein Entscheidungsverfahren gestalten können, welches auf die Situation bestmöglich zugeschnitten ist und innerhalb dessen jeder/jede sich und ihre Interessen auf faire Weise vertreten können.

Der Rahmen: Das grundlegende Entscheidungsverfahren ist Systemisches Konsensieren. Vorstandsmitglieder sollten mit allen Formen davon vertraut sein. Im Normalfall wird durch Schnellkonsensieren entschieden.
Anmerkungen:
•    Schnellkonsensieren ist stets verbindlich – die konsensierte Lösung gilt als entschieden. Die Fortsetzungsfrage kann auf Antrag gestellt werden und wird durch Schnellkonsensieren sofort entschieden.
•    Bei vertieftem Konsensieren wird die Fortsetzungsfrage stets gestellt.
•    Auch anschließend an Konsensierungen im Onlinesystem kann ein Antrag auf Stellen der Fortsetzungsfrage eingebracht werden.

6)    Den Vorsitz führt der/die Obmann/Obfrau, bei Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder durch Schnellkonsensieren bestimmen.

7)    Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10).

8)    Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw Vorstandsmitglieds in Kraft.

9)    Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist  an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.


§ 12: Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
1)    Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;
2)    Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
3)    Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen des § 9 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c dieser Statuten;
4)    Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;
5)    Verwaltung des Vereinsvermögens;
6)    Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern;
7)    Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.


§ 13: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

1)    Der/die Obmann/Obfrau führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der/die Schriftführer/in unterstützt den/die Obmann/Obfrau bei der Führung der Vereinsgeschäfte.

2)    Der/die Obmann/Obfrau vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des/der Obmanns/Obfrau und des Schriftführers/der Schriftführerin, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des/der Obmanns/Obfrau und des Kassiers/der Kassiererin. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.
 
3)    Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.

4)    Bei Gefahr im Verzug ist der/die Obmann/Obfrau berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

5)    Der/die Obmann/Obfrau führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.

6)    Der/die Schriftführer/in führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.

7)    Der/die Kassier/in ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

8)    Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des/der Obmanns/Obfrau, des Schriftführers/der Schriftführerin oder des Kassiers/der Kassiererin ihre Stellvertreter/innen.

§14: Rechnungsprüfer

1)    Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.

2)    Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

3)    Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.

§ 15: Schiedsgericht

1)    Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

2)    Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.

3)    Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.


§ 16: Freiwillige Auflösung des Vereins

1)    Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

2)    Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Das verbleibende Vermögen soll einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt.

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